Ausflug ins Kloster Mallersdorf

Für den Bibelkreis der Pfarrei Hl. Kreuz organisierte Konrad Münch einen Besuch des Mutterhauses der Armen Franziskanerinnen von der Hl. Familie in Mallersdorf. Die Angehörigen der Pfarrei wollten das Kloster und die selbst gestellten Aufgaben der Schwestern dieses Ordens besser kennen lernen. Besonders, da die Mitglieder der verschiedenen Organisationen der Landauer Pfarrei wie Bibelkreis, Katholische Frauengemeinschaft (kfd) und die Kolpingfamilie ein Projekt der Mallersdorfer für Aids-Waisen in Südafrika tatkräftig unterstützen. Schwester Anne Strubel aus dem Konvent der Franziskanerinnen in Queichheim stellte die notwendigen Verbindungen her.

Nach der Anreise am Samstag besichtigten die Landauer die oberpfälzische Metropole Regensburg. Die fast 2000 Jahre alte römische Gründung an der Donau ist heute noch geprägt von romanischer und gotischer Architektur, begeistert war die Landauer Besuchergruppe vom Regensburger Dom. Bereits heute konnten die Landauer feststellen, dass sich die Regensburger auf den Papstbesuch im September vorbereiten.
Der Sonntag begann mit der Feier der hl. Messe, zelebriert von Pater Dr. Mario Crvenka in der eindrucksvollen Kapelle der Schwestern, die normalerweise nicht zugänglich ist. Anschließend besichtigten die Landauer das weitläufige Klostergelände und waren beeindruckt von der äußeren Größe des Klostergebäudes, einem im frühen Mittelalter erbauten Benediktinerkloster. Die Mallersdorfer Schwestern unterhalten auf dem Klosterberg in Mallersdorf-Pfaffenberg im Landkreis Straubing-Bogen eine Fachakademie für Sozialpädagogik und eine Realschule. Im Exerzitienhaus erfolgt auch die religiöse Weiterbildung der Ordensfrauen. Die Klosterkirche grüßt weit in das Labertal. Im Klosterbereich haben die Schwestern eine eigene Krankenstation und ein Altersheim. Das Mallersdorfer Kloster ist das Mutterhaus, Mitte der Gemeinschaft und geistliche Heimat für die Franziskanerinnen, die in der Pfalz, in Bayern, in Baden, in Berlin, in Rumänien und Südafrika segensreich für Arme und Kranke tätig sind.

Im Rahmen der Klosterbesichtigung erläuterte Schwester Hildelid das Leben in der Gemeinschaft, die Entwicklung des Ordens und die Projekte, die zur Zeit von den Mallersdorfer Schwestern durchgeführt werden. Die franziskanische Gemeinschaft wurde 1855 in Pirmasens von dem in Germersheim geborenen Pfarrer Dr. Paul-Josef Nardini gegründet. 1869 konnte das säkularisierte Kloster in Mallersdorf erworben werden, so kamen die pfälzischen Ordensschwestern nach Bayern.
Dieter Ohmer überreichte weitere Spendengelder, die in den letzten Wochen unter anderem auch durch den Verkauf von DVDs über den Jakobusweg als Spende eingegangen sind. Bis jetzt kamen aus Landau über 6000 Euro für die Betreuung von Aids-Waisen in Südafrika zusammen; das gesteckte Ziel, in diesem Jahr
10 000 Euro zu erreichen, kam man ein großes Stück näher. Die Besucher konnten sich überzeugen, dass die Spenden aus der Landauer Pfarrei eine zweckentsprechende Verwendung finden.

Wie in vielen bayrischen Klöstern wird auch in Mallersdorf Bier gebraut. Schwester Doris Engelhard, die Mallersdorfer Braumeisterin überraschte die Landauer während der Klosterbesichtigung mit Klosterbräu vom feinsten und einer zünftigen bayrischen Brotzeit, so dass gut gestärkt die Heimreise angetreten werden konnte.